ASH-Wurzelwerk GmbH




Hecken-Labyrinth

Sich ein wenig wie Alice im Wunderland fühlen, eine märchenhafte Atmosphäre schaffen und geheimnisvolle Gänge durchqueren - dies alles wird in ein paar Jahren im Heckenlabyrinth von Weinheim Wirklichkeit. Doch bis dahin müssen die Hecken aus Hainbuchen, direkt gegenüber vom Weinheimer Grillplatz, erst einmal wachsen, pro Jahr bis zu 30 Zentimeter. "In fünf Jahren werden die Hecken hoch genug sein, um nicht mehr einfach drüberschauen zu können", rechnet Markus Schaak vor. Er ist der Geschäftsführer der ASH-Wurzelwerk GmbH und betreut das Projekt.

Aus Steinen werden Säulen und Bänke

Bereits jetzt sind die hohen Steinsäulen mit dem großen Holzschild weithin sichtbar, die einmal den Eingangsbereich zum Labyrinth einrahmen werden. "Der Boden war sehr steinig und diese Steine verwenden wir nun für Bauelemente wie die Säulen oder Bänke", erläutert Markus Schaak. Im Februar wurde das Gelände plan geschoben, vorher erfolgten Rodungsarbeiten. Bereits in wenigen Wochen sind die Pflanzungen abgeschlossen - 6000 kleine ungiftige Hainbuchenpflanzen werden bis dahin in Erdlöcher gesetzt. Das Labyrinth wird nach der Fertigstellung für Ausflüge oder auch Kindergeburtstage nutzbar sein.

Die Boden- und Pflanzarbeiten werden überwiegend von Langzeitarbeitslosen durchgeführt, die im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten, so genannten Ein-Euro-Jobs, bei der ASH-Wurzelwerk GmbH beschäftigt sind. "Das Jobcenter Alzey-Worms weist die Teilnehmer in die Maßnahme zu und finanziert die Teilnahmekosten. Die Jobber werden hier auch durch Fortbildungsmaßnahmen an den Arbeitsmarkt wieder herangeführt; und wie man sieht, macht es ihnen sehr viel Spaß", berichtet Manfred Harbauer, Leiter des Jobcenters Alzey-Worms. Das Projekt führe die Teilnehmer nicht nur an das gärtnerische Arbeiten heran, sondern schaffe auch eine Identifikation mit dem Labyrinth.

Für die Anschaffung von Pflanzen und Material kam die Sparda-Bank Alzey auf - stolze 5400 Euro wurden dafür gespendet. Marion Brecht, Geschäftsstellenleiterin der Sparda-Bank erklärt: "Wir fanden es einfach eine sehr gute Idee von der ASH-Wurzelwerk GmbH. Es ist einfach schön, etwas Langfristiges für unsere Kinder zu schaffen."

Attraktiv auch für Touristen

Rund 50 Meter auf 50 Meter wird das fertige Labyrinth messen, in der Mitte wird sich eine kleine Aussichtsplattform befinden. Das Wasser, das derzeit noch zum Wachstum der Pflanzen verwendet wird, stammt aus Mauchenheim. "Das ist wirklich eine lohnenswerte Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg", bescheinigt auch Bürgermeister Christoph Burkhard.

"Am 1. Oktober 2009 wurde mir das Projekt vorgestellt, eine Woche später entschieden wir uns im Ortsbeirat positiv dafür", erinnert sich Ortsvorsteher Gerd Fluhr an die prompte Umsetzung. "Das Labyrinth ist ein Wertzuwachs für Weinheim und eine touristische Bereicherung."

Text Quelle: Allgemeine-Zeitung

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